Garmin Vivoactive 3 im Test: Der Sport-Allrounder mit GPS und Puls

Die Vivoactive 3 ist die neue Multisportuhr von Garmin und der Nachfolger der beliebten Vivoactive HR (Hier im Test). Über insgesamt vier Wochen hat mich die Sportuhr im Alltag und beim Sport begleitet. Ich habe die Vivoactive 3, die neben Sport-Funktionen auch eine ganze Reihe von Fitness-Tracking und Smartwatch-Funktionen zu bieten hat, ordentlich auf die Belastungsprobe gestellt. Die Sportuhr aus dem Hause Garmin ist komplett ausgestattet mit Sensoren, die beim Sport eigentlich keine Wünsche offen lassen. GPS und ein optischer Herzfrequenzsensor zur Pulsmessung direkt am Handgelenk sind nur zwei der Sensoren der voll ausgestatteten Sportuhr. Zudem bietet die Uhr eine kontakt- und bargeldlose Bezahlfunktion womit ihr in Zukunft euren Einkauf im Supermarkt bezahlen könnt. Ob die Vivoactive 3 den hohen Erwartungen gerecht wird und wie sich die Uhr sonst geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Testbericht.

Preis und Lieferumfang

Der würfelförmige Verpackungskarton der Vivoactive 3 ist schick gestaltet. Im Lieferumfang der ca. 280 Euro teuren Sportuhr [Stand: Februar 2018] befinden sich neben der Uhr, nur noch ein Lade- und Datenkabel und eine Bedienungsanleitung. Die Uhr kommt sicher verpackt mit einer Schutzfolie auf dem Display zu euch nach Hause. Beim Preis- Leistungsverhältnis braucht sich die Garmin-Sportuhr nicht verstecken. Gerade bei einem Blick auf den gigantischen Funktionsumfang macht der Multisportuhr so schnell kein Konkurrent etwas vor. In ungefähr der gleichen Preisklasse befinden sich die Samsung Gear Sport und die Fitbit Ionic, die aber auf ein anderes Konzept als Garmin setzen, welches mehr auf Smartwatch-Features wert legt. Die Vivoactive 3 ist eher Sportuhr, was besonders die Sportler unter euch freuen dürfte.

Sensoren und Features

Damit die Garmin Vivoactive 3 für alle Sportarten perfekt gerüstet ist, steht zur Streckenaufzeichnung GPS und Glonass zur Verfügung. Außerdem lässt sich mit dem optischen Herzfrequenzsensor auf der Unterseite des Gehäuses der Puls direkt am Handgelenk messen. Hierfür leichten Elektroden unter die Haut, das reflektierende Licht wird von einer Fotozelle wieder eingefangen. Daraus wird schließlich ein sehr genauer Puls-Wert bestimmt.

Auch sonst hat die Vivoactive-Sportuhr einiges an Sensoren verbaut: Beschleunigungssensor zum Aufzeichnen von Indoor-Sportarten, Kompass und Barometischer Höhenmesser. Zudem ist die Sportuhr bis zu 50 Meter (5ATM) wasserdicht, wodurch sie auch beim Duschen und Schwimmen am Handgelenk verbleiben kann. Wer sich nicht auf die optische Pulsmessung verlassen will kann Bluetooth- und ANT+ Sensoren mit der Sportuhr koppeln (Bsp.: Brustgurt…). Die Verbindung zum Smartphone, um die Smartwatch-Features zu nutzen und die Uhr zu synchronisieren, erfolgt via Bluetooth. Hier wird schließlich eine Verbindung zur Garmin Connect Plattform aufgebaut. Über die Garmin Pay-Funktion soll zudem in Zukunft via NFC bargeldlos mit der Sportuhr bezahlt werden können. Diese Uhr ist also nicht nur etwas für den Sport, sondern kann auch den Alltag sehr erleichtern. Das Touch-Display ist in meinen Augen etwas zu empfindlich. Es reagiert auch auf Kleidung, was hin- und wieder zu Fehlbedienungen führt. Allerdings lässt sich auch eine Tastensperre aktivieren, um Fehlbedienungen zu verhindern.

Design und Verarbeitung

Das Design der Sportuhr ist sehr gelungen. Weg vom kantigen, klobigen Design des Vorgängers, hin zu einem schicken runden Uhren-Design, welches die Uhr zu einem echten Hingucker macht. Das Gehäuse ist eine Kombination von Edelstahl und Kunststoff und hat sich in den vier Wochen im Test als äußerst robust herausgestellt. Selbst das Display, welches in dieser Zeit keine Schutzfolie bekommen hat, hat den Testzeitraum ohne Kratzer überstanden. Die Edelstahl-Lünette verleiht der Vivoactive 3 einen eleganten Look, sowohl im Alltag, im Büro, aber auch beim Sport. Das moderne Design in Kombination mit dem vergleichsweise schmalen 20 mm-Armbands aus Silikon, macht sie zu einem Begleiter für wirklich jede Lebenslage. Das 1,2 Zoll große Touch-Display bietet zwar weniger Kontrast als ein „richtiges“ Smartwatch-Display, weiß dafür aber durch eine hervorragende Ablesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung zu überzeugen. Neben dem Touch-Display kann die Uhr auch noch über die sogenannte „Side-Swipe“-Funktion bedient werden. Dieses ist eine geriffelte Fläche am Uhren-Gehäuse, über welche bei einem Streichen mit dem Finger, durch Menüpunkte navigiert werden kann. Diese Bedienung erfordert besonders zur Anfangszeit etwas Gewöhnungszeit, ist aber irgendwann genauso selbstverständlich wie ein Touch-Display bei einem Smartphone. Wahlweise an der linken oder rechten Gehäuseseite hat die Uhr auch einen haptischen Button, über welchen ihr ins Sportmenü gelangt. Der Tragekomfort bei der Vivoactive 3 ist hoch, da der optische HF-Sensor bündig mit dem Gehäuse abschließt und das Silikon-Armband perfekt an das Handgelenk anpasst.

Funktionen der Vivoactive 3

Der Funktionsumfang der Multisportuhr ist gigantisch. Mit der Vivoactive 3 lassen sich auch ganz einfach Fitness-Tracking-Daten über den Tag aufzeichnen. Dazu gehören u.a. Schritte, der Schlaf, Kalorien, Intensitätsminuten und Stockwerke. Über den optischen Herfrequenzsensor kann aber auch 24/7 der Puls gemessen und ein Stress-Level bestimmt werden. Zusätzlich bietet die Uhr auch die Möglichkeit ein Sport-Alter und eine VO2max (maximale Sauerstoffaufnahme) zu berechnen.

15 Sportprofile für maximale Flexibilität

Wer großen Wert auf die Sportfunktionen legt, wird bei der Garmin Vivoactive 3 sicherlich glücklich werden. Neben den Klassikern wie Laufen, Schwimmen und Radfahren, findet ihr auf der Sportuhr auch ein Profil für Skifahren, Stand Up Paddling und Golfen. Insgesamt stehen alleine 15 vorinstallierte Sportprofile auf der Vivaoctive 3 zur Verfügung. Alle Sportprofile sind individuell anpass- und veränderbar. Wem das nicht ausreicht, der kann auch ganz einfach neue Sportprofile hinzufügen oder vorhandene bearbeiten. Hierbei könnt ihr nicht nur die angezeigten Daten während einer Aktivität anpassen (Datenfelder), sondern auch GPS aktivieren oder deaktivieren, eine „Auto-Pause“ Funktion aufrufen, oder Alarme hinzufügen. Bei Wassersportarten, wie Schwimmen oder Rudern, können zudem Züge gezählt werden. Beim Krafttraining habt ihr die Möglichkeit euch Wiederholungen zählen zu lassen. Einige Übungen werden von der Vivoactive 3 sogar erkannt und später in der App dann angezeigt.

 

Zuverlässiges Sport-Tracking dank Sensoren

Die Aufzeichnung eurer Laufstrecke erfolgt ganz einfach via GPS (und Glonass). So könnt ihr im nachhinein genau nachschauen wo ihr lang gelaufen seid. Der Puls kann entweder mit dem optischen Herzfrequenzsensor oder mit einem gekoppelten Brustgurt aufgezeichnet werden. Das GPS-Signal wird nach ca. 30 Sekunden gefunden. Nicht zur Verfügung stehen auf der Vivoactive 3 erweiterte Lauf-Funktionen wie ein Intervall-Training oder die Laufeffizienz-Werte, wie Bodenkontaktzeit, vertikales Verhältnis… Allerdings kann die Uhr am Ende auch eure Trittfrequenz, die Geschwindigkeit und Pace anzeigen lassen. Außerdem lassen sich Trainingspläne bei Garmin Connect erstellen und auf die Uhr übertragen. In Kombination mit der hervorragend strukturierten Garmin Connect App macht das Aufzeichnen von Sportarten einfach nur Spaß.

Smartwatch-Features

Neben den Sportfunktionen bietet die Vivoactive 3 auch eine ganze Reihe von Smartwatch-Features. Ihr könnt euch zum Beispiel bei Anrufen, Emails, oder Messenger-Benachrichtigungen informieren. Außerdem lassen sich Wetter- und Kalenderinformationen auf der Sportuhr abrufen. Über einen Lautsprecher oder ein Mikrofon verfügt die Uhr nicht. Auch ein Beantworten der Nachrichten direkt über die Vivoactive 3 ist nicht möglich. Sinnvoll genutzt habe ich die Smartwatch-Funktionen nur, um zu sehen, wer auf meinem Smartphone anruft, ohne dass ich dieses aus der Tasche holen musste. Durch den Vibrationsalarm könnt ihr euch lautlos über Anrufe informieren lassen.

Wecker, Alarme und Individualisierung

Ihr könnt euch morgens mit der Vivoactive 3 zu einer bestimmten Zeit wecken lassen. Hierfür steht ein Wecker in den Uhr-Einstellungen zur Verfügung. Außerdem könnt ihr die Uhr mit Watch-Faces, Widgets und Datenfeldern ganz nach euren Wünschen gestalten. Wem die vorinstallierten Designs nicht ausreichen kann sich bei Garmin Connect IQ auch noch haufenweise zusätzliche Designs kostenlos herunterladen. Die Auswahl ist riesig, so dass ihr hier schnell auch ein passendes Design für euch findet.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der Vivoactive 3 ist stark vom Nutzungsverhalten abhängig. Wer die Uhr dauerhaft mit dem Smartphone gekoppelt hat und sich bei jeder Whats-App Nachricht informieren lässt, wird schnell merken, dass der Akku maximal zwei Tage durchhält. Je mehr Sensoren bei Sportaufzeichnungen beteiligt sind (GPS und Glonass, Herzfrequenz), desto mehr Akku verbraucht die Sportuhr auch. Braucht ihr wirklich auch zusätzlich Glonass oder reicht auch nur GPS? Garmin verspricht bist zu 7 Tage Akkulaufzeit am Stück. Diese Zeit habe ich im Test allerdings nie erreicht. Bei mir musste die Uhr nach ca. 4-5 Tagen wieder an das Ladekabel, was für eine Sportuhr mit den ganzen Sensoren ein hervorragender Wert ist. Bei einer GPS-Aktivität am Stück soll die Vivoactive 3 bis zu 13 Stunden am Stück aufzeichnen können. Im Test (GPS und HF) schaffte sie hier ca. 11 Stunden. Ein passabler Wert, der sich sehen lassen kann. Sollte die Laufeinheit wieder einmal länger dauern, habt ihr mit der Vivoactive 3 kein Problem. Positiv hervorzuheben ist noch die sehr kurze Ladezeit von nur 60 Minuten (von 0 auf 100%).

Fazit

Die Garmin Vivoactive 3 ist ein würdiger Nachfolger der Vivoactive HR. Die Multisportuhr schließt ans Konzept des Vorgängers an, hat aber ein deutlich alltagstauglicheres Design bekommen. Mir hat die Sportuhr im gesamten Testzeitraum viel Spaß gemacht. Sie war ein treuer Begleiter im Alltag und den sportlichen Aktivitäten. Die automatische Aufzeichnung von Schlaf, Schritten und Kalorien hat mir besonders gut gefallen. Dank der vielen Sensoren wurde jede Sporteinheit zuverlässig aufgezeichnet. Auch wenn ich mit der Pulsmessung des optischen Herzfrequenzsensors nicht immer ganz zufrieden war, ziehe ich am Ende dennoch ein positives Fazit. Schließlich lässt sich auch ein Brustgurt koppeln, was dann ganz genaue Werte bei der Pulsmessung möglich macht. Die Vivoactive 3 bietet ein gutes Gesamtpaket, welches nur wenig Wünsche offen lässt.

Garmin vívoactive 3 GPS-Fitness-Smartwatch – 24/7 Herzfrequenzmessung am Handgelenk, vorinstallierte Sport-Apps, integriertes GPS, Mobile Payment via NFC


Features: Schwarzes Silikonarmband, Farbe des Gehäuses: Edelstahl, GPS-Fitness-Smartwatch mit hochauflösendem Farb-Touchdisplay und Side Swipe, Herzfrequenzmessung am Handgelenk, integriertem GPS-Modul und vorinstallierten Sport-Apps, Umfangreiches Fitness-Tracking, 24/7 Information über Stress- und Erholungsphasen, Tracking von Kraft- und Wiederholungstraining, VO2max und Fitness-Alter, Smart Notifications (Anzeige von Smartphone Benachrichtigungen) und smarte Funktionen (z.B. Musiksteuerung und Find-my-Phone) sowie Möglichkeit zum Mobile Payment via NFC, Wasserdicht (5 ATM) ; Batterielaufzeit: GPS-Modus: Bis zu 13 Stunden, Smart-Modus: Bis zu 7 Tage

Neu ab: EUR 240,00 Auf Lager
[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]
Garmin Vivoactive 3 im Test: Der Sport-Allrounder mit GPS und Puls
Die Vivoactive 3 ist ein toller Allrounder mit einem guten Gesamtpaket. Schickes Design, abgerundete Bedienung und unglaublich viele Funktionen machen diese Sportuhr zu einem treuen Begleiter im Alltag und beim Sport. Egal ob Fitness-Tracking oder Sportaufzeichnung. Der Vivoactive 3 macht in Sachen Funktionsumfang so schnell keine andere Sportuhr etwas vor. Auch wenn die Smartwatch-Funktionen nur eingeschränkt zu empfehlen sind, bieten die Sportfunktionen hier den Mehrwert.
8.7 Testergebnis
Gut!

Die Vivoactive 3 ist ein toller Allrounder mit einem guten Gesamtpaket. Schickes Design, abgerundete Bedienung und unglaublich viele Funktionen machen diese Sportuhr zu einem treuen Begleiter im Alltag und beim Sport. Egal ob Fitness-Tracking oder Sportaufzeichnung. Der Vivoactive 3 macht in Sachen Funktionsumfang so schnell keine andere Sportuhr etwas vor. Auch wenn die Smartwatch-Funktionen nur eingeschränkt zu empfehlen sind, bieten die Sportfunktionen hier den Mehrwert.

Preis
8.5
Design und Verarbeitung
9.5
Bedienung
8.5
Funktionsumfang
8.5
Akkulaufzeit
8.5
Add your review

Mein Name ist Steffen und ich teste auf dieser Seite alle Dinge, die mich interessieren, gebe Tipps zu Produkten. Außerdem biete ich Hilfestellung zu den getesteten Sachen an. Hierfür kannst du einfach die Kommentarfunktion unter dem jeweiligen Beitrag verwenden.
We will be happy to see your thoughts

Hinterlasse einen Kommentar

Your total score

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Search